Autowaschanlagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Armin   
Donnerstag, 05. Juni 2008 um 11:36
Haftungsausschluss

Der Inhaber der Seite P-Roadster.de weist darauf hin, dass die Pflegetipps nicht auf Richtigkeit sowie Sicherheitsrichtlinien überprüft wurden. Es wird keine Haftung für Schäden, die aufgrund einer fehlerhaften Anleitung oder der unsachgemäßen Umsetzung entstehen oder bereits entstanden sind übernommen.

Autowaschanlagen

Gegenüberstellung Waschstrasse / Portalanlage an:

Generell ist eine Portalanlage ein Anlage, in die das Auto hineingefahren
wird, man aussteigt und das Auto durch überfahrende Bögen mit
verschiedenstem Waschmaterial gewaschen wird. Es gibt meistens keine
manuelle Vorreinigung (außer eine Vorsprühpistole mit Insektenlöser), aber
sehr oft Programme (z.B. Hochdruckvorwäsche), die dieses übernehmen. Das
Portal fährt dabei im ersten Schritt über den Wagen und sprüht Schmutzlöser
auf, der im Zurückfahren mit Hochdruckwasserstrahlen abgedampft wird. Da die
Voraussetzung zu einer guten Wäsche eben diese Vorwäsche ist, sollte man
daran nicht sparen und lieber 2 Euro mehr bezahlen. Nach dieser Vorwäsche
fährt der Bogen mit den 2 Seitenwalzen und er Dachwalze los. Manche moderne
Portalanlagen haben auch Gelenkbürsten, die sich während der Wäsche den
Autokonturen anpassen, eine wirklich gute Lösung um auch an schwierigen
Stellen ein gutes Waschergebnis zu erzielen.


Nach der Wäsche im Vorwärts und Rückwärtsgang (beim Vorwärtsgang wird
Shampoo beigemischt, im Rückwärtsgang ein Mittel zum leichteren
Wasserablauf) kommt, wenn gewünscht, das Wachs. Hier gibt es
unterschiedliche Arten von Wachs, angefangen von relativ minderwertigem
"Heisswachs" bis zu wirklich ganz tollen Schaumwachsen wie z.B. Sonax
Formel+, Christall oder „Diamant“ und diverse andere Mittel, die zwar sehr
teuer sind, aber den Lack wirklich gut schützen und einen sehr guten Glanz
hervorrufen. Man glaubt es gar nicht... Beim normalen Heisswachs wird das
Auto nur überspült, bei den Top-Wachsen wird es zusätzlich in einem
"Einmassierwaschgang" auf den Lack aufgebracht, damit es eine bessere
Verbindung zum Lack bekommt. Ich kann nur jeden empfehlen, sein Auto mal mit
Formel+, Christall oder ähnlichem zu waschen, es lohnt sich wirklich.

Danach kommt dann die Trocknung mit einen weiteren Überlauf der Bogen, in
einer Portalanlage lässt diese meistens zu wünschen übrig.

Unterbodenwäsche: Zusätzliche Hochdruckdüsen sprühen von unten gegen das
Auto, um Schmutz und vor allem nach dem Winter Salz zu entfernen.

TIPPS: Wer nur in Portalanlagen fährt sollte sich immer zusätzlich
einpacken: 1 Flasche Felgenreiniger, 1 Flasche Insektenreiniger, 1 sauberen
weichen Lappen. Im Sommer schafft eine Portalanlage die Insekten trotz
Vorwäsche nicht alleine, man muss hier vor der Wäsche ein wenig nachhelfen,
und den mitgebrachten Insektenreiniger aufsprühen, kurz einwirken lassen und
dann das Programm starten (ebenso ist mit dem Felgenreiniger zu verfahren).
Der Lappen ist für nach der Wäsche zum Resttrocknen und zum Nachwischen für
die Türeinstiege.


Waschmaterialien der Portalanlagen:

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 3 Materialien, welche ALLE
künstlich hergestellt sind:

1. Bürsten aus Polyurethan

2. Textilnahes Waschmaterial (z.B. das bekannteste und am weitesten
verbreitete SOFTTECS, oder auch SENSOFIL,CAL KEEP,CARLITE,WESUSTAR)

3. Textiles Waschmaterial (z.B. POLIN, MICROVEL,SENSOTEX)

Nun die Wirkungsweise:

Bürsten / Borsten sind am vorderen Ende aufgespleisst um möglichst schonend
zu reinigen, das gelingt leider auch in sehr gut gepflegten Bürstenanlagen
NICHT! Es entstehen sog. Hologramme, also ein Abrieb der Bürsten auf dem
Lack oder in der mühsam aufgebrachten Versiegelung! Dieser Abrieb geht nur
mit erneuter Politur wieder weg, also warum überhaupt entstehen lassen?

Fazit Bürsten: FINGER WEG!

Textilnahes Waschmaterial: Als bestes Beispiel gilt hier das mittlerweile
sehr verbreitete SOFTTECS Material von Washtec. Der große Vorteil ist, dass
es aus aufgeschäumtem Polyurethan besteht, es ist daher weich und hat eine
glatte Oberfläche, AN DER DER SCHMUTZ NICHT HAFTET. Es können so kaum
Kratzer entstehen, weil moderne Portalanlagen mit extrem viel Wasser
arbeiten und alles von den Textilstreifen runtergewaschen werden kann, im
Gegensatz zu dem u.e. Textilen Material, dort kann es sich in den
Waschstreifen festsetzen.

Fazit: Sehr schonende Wäsche fast ohne Kratzer(natürlich auch hier nur mit
Vorwäsche), die auch ein ordentliches Reinigungsergebnis erzielt, allerdings
nicht ganz so gut wie das Textile Material, und es ist auch kein
Poliereffekt vorhanden. Wenn das Auto nicht allzu dreckig ist und man keinen
UNI-schwarzen Lack hat ist dieses Material wirklich zu empfehlen.


Textiles Waschmaterial ist das am besten geeignete Waschmaterial, es besteht
aus kleinen gewebten dünnen Strängen Polyurethan, es hat eine richtige
Struktur wie z.B. Teppichboden in Streifen, oder auch wie
Industrieteppichboden. Der Vorteil ist, dass der Lack nach der Wäsche schön
glänzt, da dieses Art Waschmaterial das Auto bei der Wäsche "mitpoliert",
und so ein wenig zum Glänzen bringt. Allerdings muss man Aufpassen: Es kann
sich Dreck zwischen die Fädchen setzten und auf dem Lack reiben, Kratzer
entstehen.

Fazit: Ein wirklich gutes Reinigungsergebnis, guter Lackglanz, allerdings
sollte man darauf achten, dass die Anlage gut gewartet, d.h. nicht zu alt
ist und die Textilstreifen nicht zu abgenutzt/dreckig sind. Aus diesem Grund
(Schmutz in den Waschstreifen): IMMER VORWÄSCHE, dadurch geht der grobe
Dreck vorher runter bzw. weicht sehr gut ein, um dann beim Waschen keine
Kratzer zu hinterlassen)

FAZIT PORTALANLAGEN:

Bürsten meiden, Textiles und Textilnahes Material kann mit Vorwäsche ohne
große Bedenken benutzt werden, mit ein wenig Nachhilfe (Insektenlöser,
Felgenreiniger) ist manchmal eine bessere Wäsche als in durchschnittlichen
Waschstrassen zu erwarten.


Waschstrassen:


Das Auto wird vor dem ersten Bogen in ein Schienensystem gefahren und dann
an den verschiedenen Wasch und Pflegestationen vorbeigefahren.

Bei Waschstrassen gibt es generell einen sehr entscheidenden Vorteil: Die
gute (oder manchmal leider auch schlechte) Vorwäsche! Manuell, d.h. von Hand
wird das Auto abgedampft, Felgen gereinigt und mit einer weichen Bürste an
für die Waschwalzen schlecht zugänglichen Stellen vorgereinigt. Generell
sind gute Waschstrassen also Portalanlagen vorzuziehen.

Aufbau einer guten (!) Waschstrasse:

Vorsprühbogen, manuelle Vorwäsche, Sprühbogen mit Schmutzlöser, erste
Reinigung mit Seiten und Dachwalze, zweite Reinigung mit Seiten und
Dachwalze mit klaren Wasser, nochmalige, dritte Reinigung nur der Seite mit
Halbwalzen, dann Wachssprühbogen, dann eventuell Waschseinmassierbogen, dann
Klarsprühbogen, dann Wasservorhang ohne Druck, dann Seitentrocknung mit
Luft, Ganzautotrocknung mit Luft, und zu letzt eine Nachtrocknung mit
Softhängetextil.

Das Waschmaterial in Waschstrassen ist meistens Textilnahes Waschmaterial,
da die gründliche Vorwäsche fast ausschließt, dass sich Schmutz oder Sand
im Gewebe verfängt, das ist ein weitere Vorteil. Das zur Zeit beste
Waschmaterial ist von Christ, nennt sich Teddytex, und ist sehr gründlich
und schonend, die Oberfläche ist Lammfell nachempfunden. Ist aber noch nicht
weit verbreitet, da teuer in der Anschaffung.


FAZIT WASCHSTRASSEN:

Gut gewartete Waschstrassen habe immer Vorteile gegenüber Portalanlagen, die
Gründe habe ich versucht darzulegen. Stark verschmutzet Autos werden in
Waschstrassen wegen der manuellen Vorwäsche immer sauberer als in
Portalanlagen! Diese sind aber für nicht so dreckige Auto eine gute
Alternative, sofern sie keine Bürsten haben und man die Vorwäsche mitmachen
lässt, um den groben Schmutz abzuspülen oder zumindest zu lösen.
    
 


    
 
    
 
Last updated ( Donnerstag, 10. Juli 2008 um 21:34 )